PD. Dr. Samir Abou-Ayash, Universität Bern

22. September Zürich, Sponsor Straumann

Digitale Implantologie

Geschichte: 90,3% in 25 Jahren Überlebensrate. JEMT 2019

Die Ansprüche der Patienten sind allerdings gestiegen?überleben reicht nicht mehr: Nicht nur aber dank digitaler Implantologie wird die Erfolgsprognose vorhersehbarer. Ausserdem gilt es der Aufklärungspflicht vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken, statt nachher eine Erklärung des Misserfolges liefern zu müssen.

Ist die digitale Vorgehensweise voraussagbarer?

  • Voraussetzung: implantologische Erfahrung um alles richtig ?einordnen? zu können – also für Anfänger ist es nicht gedacht.
  • Vergleich Scan zu Analog, fast ident. Genauigkeit wenn Richtlinien befolgt werden
  • max. für Quadrantensanierung geeignet.

Patient selection vorausgesetzt? (Michal)

  1. Data acquisition
  2. Treatment Planning
  3. static computer assisted implant surgery
  4. implantat prosthetics

ad 1. : 3D xtraoral scan./ intraoral scan: beeinflussende Faktoren sind:

  1. Trockenheit – Optragate
  2. Scan Strategie ( kontinuierlich!, aktuelle SW Version, relevante Stellen erfasst: Abgleich der STL Daten ist nicht gesichert (Löcher im Scan werden nicht weitergeleitet bzw. von Labor-softwaremässig erfasst) . ?stiching problem? transversale Ungenauigkeit bis – 0.5mm. , – d.f. analoge Technik für grosse Arbeiten?je kleiner das geplante Gebiet desto unwichtiger welchen Scanner man benützt. Scanner sind in Weichteilen ungenau.
  3. DVT: für Implantatplanung fkt. auch low-dose . / nur relevante FOS auswählen.; OK UK mit Watterolle voneinander trennen, d.h nicht in Okklusion röntgen. Bei Metallen grösseres Feld nehmen. Minimum 2 Zähne vor und 2 Zähne nach der Lücke erfassen.
  4. Face Scan (Facehunter, ZKZ) Achtung Marketinggag – (Kapanu) für Front-rekonstruktionen

ad. 2. Beispielsw. CoDiagnostiX von Straumann: viele Möglichkeiten aber nicht benutzerfreundlich.

  1. Grösste Fehlerquelle: Qualität der Überlagerung DVT/STL! (korrekte Schienenpassung heisst nicht Implantatposition korrekt.)
  2. Bohren mit Löffeln – bis an den Anschlag. Tiefe codiert im System. via SH fixierte Schablone ist die genauere als die knochengetragene (Studien). Am besten zahngetragene.
  3. Sicherheitsabstand min. 1,5mm in alle Richtungen.

ad 3. static computer assisted implant surgery

Indikationsabh. ? Wichtigkeit der Genauigkeit? Flaplesschirurgie wird so möglich. Weniger Morbidität v.a. bei ?vorgeschädigten? Patienten.

Flapless ohne Sicht? ohne Schablone? geht – aber die Sicherheitsmarge muss grösser sein.

(Exkurs: Kosten für DVT, Flapless für Private by Michal)

teilbezahnt ist genauer als unbezahnt: ?ad Ex Zähne? für Positionierung der Schablonen behalten.

Protokoll: Bohrschablone fixieren – Pilotbohrung – dann Schiene mit Zähnen zur Kontrolle, wenn gut weiter mit Bohrschablone mit Kontrollrö auf 2/3 Tiefe wenn gut weiter bis Endtiefe/Durchmesser. Andernfalls kann die Bohrschblone nicht verwendet werden.

Genauigkeit wird beeinflusst durch den Abstand von der Implantatschulter (je dünner die Mukosa desto besser) min. 4 Zähne Abstützung. (Schaltlücke) Freiend: ganzer Zahnbogen und Vertrauensintervall plus 1.5mm – und auf der Mukosa abgestützt.

Sofortimplantation mit Schiene scheint nicht genauer. (vgl. Studie mit verzögerter Implantation, aber nicht mit Freihand-)

Hülsen beim Straumannsystem nicht zwingend – passt auch ohne. (Löffel only) – aber Plastikabrieb in der Wunde?

Flapless ist für Patientenkomfort postop. einfach besser.

ad4. Prosthetics

was funktioniert – was nicht?

Einzelkrone: funktioniert meist gut.

Schiene – Setzen – Provi. (rotationssym. Ti-Abutment) infraokklusär. unter ISQ70 wird Imp. nicht mit Krone versorgt nur ?Gingivaformer? – Passt ?unglaublich genau?. bzw. 35 Ncm Eindrehmoment.

Scanbody/Digitaltechnik ident. genau wie Analogabdruck.

Achtung nicht zu tief setzen und wenn doch Klebebasis und Knochenkompression vermeiden! sonst sind Schmerzen die Folge.

Brücken: vorn vs seitlich: zur konventionellen Abformung keine Unterschiede bei viergliedrigen Brücken. (Abweichung von 12-20 Mikron)

ü4 konventionell abformen. (Passgenauigkeit nicht voraussehbar)

Es kann bei grossen Rekonstruktionen digital funktionieren – muss aber nicht?

Implantatdeckprothesen nicht voraussagbar. hybrides Vorgehen oder grad analog durchführen.

Zirkon: monolithische auch grössere Arbeiten stellen eine ernstzunehmende Alternative zu geschichteten Lösungen dar.

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